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Wachstumsmarkt Afrika


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Was haben der Weltmarktführer im Seilbahnbau DOPPELMAYR, der Zugangssystemexperte SKIDATA, die Wiener Speditionsfirma INTERCONT und der französische Seilbahnbauer POMA gemeinsam? Alle diese europäischen Unternehmen haben sich höchst erfolgreich am afrikanischen Markt positioniert. Mit unterschiedlichen Methoden haben sie die immensen Marktchancen im Zukunftskontinent Afrika wahrgenommen. (Foto: DOPPELMAYR)

Für SKIDATA war die Fußball WM in Südafrika Anstoß für den neuen Markt. Bereits 1993 wurden die Zugangskontrollen am Tafelberg von dem Unternehmen ausgerüstet und durch das Großevent wurde der Markt neu entdeckt. Die FIFA setzte bei den Zugangssystemen für die Stadien auf das österreichische Unternehmen. Diese sehen nun ihre Chance darin, den afrikanischen Markt mit zu entwickeln und zu gestalten. In Südafrika ist SKIDATA bereits mit einem eigenen Unternehmen vertreten, da in großen afrikanischen Städte teilweise ein höherer Anforderungsbedarf als in den USA herrscht. Dies kommt durch den häufigen Einsatz von Mobiltelefonen als Zahlungsmittel. Während die in Amerika bevorzuge Zahlungsweise der Kreditkarte nur selten verwendet wird.

Foto: POMA

Auch im Bereich Seilbahnen herrscht eine hohe Nachfrage. Besonders Algerien liegt hier vorne. DOPPELMAYR ist bereits seit einigen Jahren in diversen afrikanischen Ländern im Einsatz und konnte sich deshalb sowohl bei touristischen als auch urbanen Anlagen einen guten Namen machen. Ein Beispiel hierfür ist etwa das Moses Mabhida SkyCar in Durban. Das auf einem Fahrgestell montierte SkyCar ist eine einzelne Kabine, die auf dem nördlichen Bogen des Stadions auf Stahlschienen läuft.

 

Vom höchsten Punkt aus hat man einen grandiosen Blick über das gesamte Gelände. Interessant ist auch das spezielle Design der Wölbung, das dafür sorgt, dass der Wagen durch die eigene Schwerkraft herunterrollen kann. Das Tochterunternehmen DOPPELMAYR TRANSPORT TECHNOLOGY konnte sich mit einem eigens entwickelten System bereits mehrere Aufträge für den Materialtransport in Südafrika sichern.

Foto: SKIDATA

Tansania gehört zu den ärmsten Ländern Afrikas mit einer großen Stadt- Land- Einkommenskluft und einer hohen Abhängigkeit von der Landwirtschaft. Doch neu entdeckte Ressourcen wie Gold, Diamanten und Naturgasreserven haben dafür gesorgt, dass die Wirtschaft in den letzten zwanzig Jahren um fast das Siebenfache gewachsen ist.

 

Das sorgt nicht nur für Hoffnung in Tansania, sondern bringt das Land auch langsam auf den Radar ausländischer Firmen. Eine davon ist das Wiener Unternehmen INTERCONT. Die internationale Speditionsgesellschaft sichert sich als erste einen Platz in Dar Es Salaam, der größten Stadt in Tansania. Die Wiener sind sich sicher, dass Geduld gefragt ist um den Markt zu erobern, aber besonders in den Bereichen Landwirtschaft und Straßensanierung großes Potenzial für sie liegt. Auch in Frankreich wird man auf den afrikanischen Markt aufmerksam. So konnte auch das Seilbahnunternehmen POMA bereits Projekte in Nordafrika realisieren.

Business for Afrika


Während man früher auf klassische Entwicklungshilfe gesetzt hat, sehen Experten nun den Weg hin zu Geschäftsbeziehungen. Die Zeit der Entwicklungsprojekte ist scheinbar vorbei, nun sieht man die Beste Hilfe in der Selbsthilfe. Durch Business-Aktivitäten soll die afrikanische Wirtschaft in Zukunft angekurbelt werden, sind sich Experten einig. Dieser Weg wird auch von vielen europäischen Unternehmen als der Richtige gesehen, denn es werden immer mehr Projekte in Afrika umgesetzt.

 

Langfristig kann man im afrikanischen Wachstumsmarkt mit Lösungsansätzen, Know-how und Qualitätsbewusstsein punkten und in diesen Bereichen liegen Europäische Firmen ganz weit vorne. Unternehmen wie POMA, SKIDATA, DOPPELMAYR und INTERCONT sind nur einige wenige die bereits jetzt demonstrieren, dass der afrikanische Markt einige Zukunftsmöglichkeiten für die verschiedenen Branchen bietet.