DAS MAGAZIN FÜR URBANE SEILBAHNEN

Verbindung zwischen Stadt und Berg


Neuer Anlauf für das Seilbahnprojekt in Brixen 

Im Zuge eines europaweiten Ideen-Wettbewerbes wurde ein Siegerprojekt gekürt und der Gewinner kann auch die Umweltschützer überzeugen. Der Vorschlag sieht eine direkte Anbindung der Stadt mit dem Ploseberg mittels einer Einseil-Umlaufbahn mit sechs Stationen vor. Die Trasse verläuft dabei vom Busbahnhof/Universität über die Stationen Bahnhof, Parkplatz Max, Milland und St. Andrä bis zur Talstation der Plose-Seilbahn. Innerstädtisch ist die Trassenführung unterirdisch, ab dem Parkplatz Max tritt die Bahn an die Oberfläche und legt den weiteren Weg oberirdisch zurück.

 

Positiv bewertete das Preisgericht vor allem die verkehrstechnisch gute Anbindung an verschiedene Knotenpunkte im Projekt: vom Busbahnhof in der Nähe der Altstadt über den Bahnhof bis zum Zustiegspunkt in Milland. Dank dieses Ansatzes werde kein zusätzlicher Individualverkehr ins Stadtzentrum gezogen.

 

Punkten konnte der Vorschlag auch bei den Kriterien Attraktivität für verschiedene Nutzergruppen, Reisezeit von Tür zu Tür, Frequenz und Kapazität. Was die Umsetzung anbelangt, so sei man sich bewusst, dass diese aufgrund des innovativen Ansatzes eine gewisse Komplexität aufweise. Dies sei allerdings auch bei den anderen vorne gereihten Projekten der Fall.

 

Eine sehr gute Bewertung erhielt der Vorschlag letztlich für das geringe Belastungsausmaß im Betrieb, die niedrigen Emissionen sowie für den Erlebniswert. 50 Millionen Euro soll die neue Seilbahn von Brixen auf die Plose kosten.