DAS MAGAZIN FÜR URBANE SEILBAHNEN

Unterschätzte Lösungen:


Schrägaufzüge von Inauen-Schätti
tourismus

Egal ob Sehenswürdigkeiten, Bahnhöfe oder ganze Siedlungen - in vielen Städten sind Gebäude und Straßenzüge durch ihre Hanglage oft nur schwer zu erreichen, klassische Verkehrswege, wie Straßen oder Lifte, stoßen meist an ihre Grenzen. Die vernachlässigte Alternative? Schrägaufzüge!

Diese erschließen sehr elegant auf kürzestem Weg stromsparend Siedlungen und Häuser in Hanglagen. Typischerweise werden diese Systeme auf Streckenlängen von ca. 20 – 200 Meter eingesetzt, wobei technisch auch mühelos 400 Meter zu erreichen wären. Das Schweizer Unternehmen
INAUEN-SCHÄTTI gilt in diesem Bereich als führend. Dessen Anlagen legen auf Doppelschienen Höhen und Distanzen mit Geschwindigkeiten bis zu 2,5 Metern pro Sekunde zurück. In eleganten, bequemen Kabinen mit automatischen Türen werden bis zu zwölf Stationen angefahren.

Der Alltag wird leichter


 

Die Fahrt in den hellen, geräumigen Kabinen bietet bequemes Emporgleiten und beste Aussicht. Das Treppensteigen und Hochschleppen von Gepäck, Einkaufstaschen oder anderen Alltagsgegenständen erübrigen sich. Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwägen oder Radfahrer kommen mühelos an ihr Ziel. INAUEN-SCHÄTTIs Schrägaufzüge sind wetter- und winterfest. Automatische Schiebetüren, bequeme Sitze, ein individuell gestaltetes Interieur, Gegensprechanlage und weitere technische Finessen sorgen für einen angenehmen Transport.


INAUEN-SCHÄTTI bietet dabei drei Systeme an: Die PICCOLO-Schiene, die den privaten Anwenderbereich (bspw. Privat- & Ferienhauserschliessungen) abdeckt, die INTRA-Linie für Anlagen im Innenbereich & die COMFORT-Linie für den öffentlichen Nahverkehr mit einer Transport-Kapazität von bis zu 30 Personen pro Kabine.

20.000 Fahrten pro Monat


 

Beispiele für solche Speziallösungen von urbanen Verkehrsproblemen gibt es auf der ganzen Welt, beispielsweise in Bolivien. Dort haben die Schweizer in der Hauptstadt La Paz einen Schrägaufzug installiert, der bis zu 20.000 Fahrten im Monat bewältigt. Der Schrägaufzug transportiert als Zubringer bis zu 20 Personen pro Fahrt zu einer Seilbahnstation und ist somit Teil des größten urbanen Seilbahnnetzes der Welt. In Le Locle (Schweiz) ist ebenfalls ein Schrägaufzug in das öffentliche Verkehrssystem eingebunden. Der öffentliche Schrägaufzug für 16 Personen verbindet den Bahnhof mit dem Stadtzentrum und verzeichnet monatlich 15.000 Fahrten.

 

 

Der Schrägaufzug „Webermühle“ verbindet ein Wohnquartier mit dem Bahnhof Wettingen und transportiert die Fahrgäste komfortabel und
behindertengerecht.

Schrägaufzug durch Bärengehege


 

In Schwarzenberg (Deutschland) verbessert ein Schrägaufzug nicht nur den Zugang zum Schlossberg, sondern auch die Parkplatzsituation. Dort ist die Altstadt zwar nicht autofrei, aber Parkplätze sind nur beschränkt verfügbar. Bei der Talstation liegt nun ein großer Ausweichparkplatz.

 

In Schwarzenberg dient der Schrägaufzug aber nicht nur den Einheimischen, sondern auch den Touristen, da die Talfahrt ein besonderes Erlebnis ist. Dieser Sightseeing-Aspekt schlug sich auch in den Anlagen im Bärenpark in Bern und am Château Gütsch in Luzern (beide Schweiz) nieder.

 

In Bern fährt der Schrägaufzug direkt durch das Bärengehege, während die beiden Schrägaufzüge in Luzern das Château Gütsch mit dem angrenzenden Naherholungsgebiet Gütschwald erschließen. Ein weiteres Vorzeigeprojekt wurde in Wettingen (Schweiz) umgesetzt.

 

Der Schrägaufzug „Webermühle“ verbindet dort eine Wohnanlage mit dem Bahnhof Wettingen. Mit dem Schrägaufzug wird eine steile Uferböschung des Flusses „Limmat“ überwunden und somit entstand nicht nur ein komfortabler, sondern auch ein behindertengerechter Zugang vom Wohnquartier zum Bahnhof. t