DAS MAGAZIN FÜR URBANE SEILBAHNEN
Seilbahnen als Zukunftsmodell
stadt

Vielerorts sind sie aus dem Stadtbild bereits nicht mehr wegzudenken: Urbane Seilbahnen sind längst wieder in Mode und sind als nachhaltiges Nahverkehrsmittel gefragter denn je. LEITNER ropeways sieht sich dabei als wichtiger Partner und Förderer dieser Entwicklung.

Dabei überzeugt das System Seilbahn nicht nur mit seinen bekannten Vorteilen gegenüber anderen Transportmitteln, sondern zugleich mit seiner enormen Wandelbarkeit. Das lässt die Seilbahn zur richtigen Antwort auf unterschiedliche Bedürfnisse von Mobilität werden. Dies auch deshalb, da sich LEITNER ropeways seit 130 Jahren zu den Vorreitern in Sachen Seilbahn-Technologie zählt. Einer der größten Vorteile der Seilbahn ist dabei der geringe Platzbedarf.

 

Da Stützen und Stationen wenig Raum benötigen, fügen sich die Anlagen optimal in das Stadtbild ein. Außerdem verkehren Seilbahnen immer auf ihrer „eigenen Fahrbahn“, weshalb sie im Gegensatz zu Bussen und Straßenbahnen nicht von der aktuellen Verkehrssituation beeinträchtigt werden. Das Ergebnis: gleichmäßige Fahrtzeiten und stetige Beförderung.

 

Für den Bau einer Seilbahn sprechen auch die im Vergleich zu anderen Systemen geringeren Kosten. Diese resultieren vor allem aus der kurzen Errichtungszeit dank modularer Bauweise. So kostet eine Seilbahn maximal die Hälfte im Vergleich zu einer Straßenbahn und maximal ein Zehntel im Vergleich zu einer U-Bahn. Auch in Sachen Streckenführung zählt die Seilbahn zu den am vielfältigsten einsetzbaren Verkehrsmitteln.

Sie können größere Fahrbahnneigungen bewältigen als jedes andere Fahrzeug und flexibel an jedes Gelände angepasst werden. In Kombination mit der positiven Energiebilanz – niedrigerer ökologischer Fußabdruck und geringere CO2-Emissionen – entsteht damit ein einzigartiges Gesamtangebot, das für die Bedürfnisse von Städten wie geschaffen ist.

Berliner Seilbahn soll Teil des Öffi-Netzes werden

Ein Beispiel für die perfekte Umsetzung ist die bundesdeutsche Hauptstadt Berlin. Hier errichtete LEITNER ropeways im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung 2017 (IGA Berlin 2017) eine Seilbahn, die dank ihrer Streckenführung nicht nur bei Besucherinnen und Besuchern der IGA schon bald zum beliebten Verkehrsmittel wurde. Umgesetzt wurde eine kuppelbare 10er-Einseilumlaufbahn mit 65 Kabinen, wovon sechs Stück mit Glasfußboden für einen spektakulären Blick auf die Ausstellung aus der Vogelperspektive sorgen. Die Seilbahn verkehrt auf einer Gesamtlänge von 1,5 Kilometern in Ost-West-Ausrichtung.

Außerhalb der drei Stationsgebäude – die Station Kienbergpark an der UBahnline „Kienberg – Gärten der Welt“, die Mittelstation „Wolkenhain“ am Gipfel des Kienberges sowie die Station „Gärten der Welt“ beim IGA-Haupteingang am Blumberger Damm – wurden lediglich sechs Stützen errichtet. Eindrucksvoll war neben dem Erscheinungsbild der Bahn auch deren erste „Zwischenbilanz“ nach sechs Monaten Betrieb: Zu diesem Zeitpunkt wurden drei Millionen Fahrten gezählt, was die Bedeutung der Bahn als Highlight der IGA auch in Zahlen bestätigte.

 

Doch damit ist die Berliner Erfolgsgeschichte noch lange nicht am Ende. So wird in der Metropole derzeit politisch diskutiert, die Bahn in das Verkehrsnetz der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) zu integrieren. Dazu führte vor allem die positive Resonanz der Bewohnerinnen und Bewohner aus Marzahn-Hellersdorf, die schon rasch nach der Inbetriebnahme zu begeisterten Seilbahnfahrerinnen und -fahrern wurden.

 

Eine Einbindung der Anlage zu den Tarifen der BVG würde die Attraktivität der Bahn weiter erhöhen und zudem deren Leistungsfähigkeit optimal ausnützen. Ungeachtet einer positiven Entscheidung betreibt LEITNER ropeways die Seilbahn jedenfalls bis 2020 mit einer Option der Betriebsverlängerung um zehn Jahre.

Mexico City mit 9,6 Millionen Passagieren als Vorbild


Bei der Entscheidung für die Seilbahn als urbanes Nahverkehrsmittel gilt das Projekt von LEITNER ropeways in Mexico City für viele andere Stadtregierungen als Vorbild. Dort startete 2016 die erste urbane Seilbahn Mexikos als Teil des öffentlichen Verkehrssystems ihren Betrieb. Die fast fünf Kilometer lange Anlage besteht aus zwei Kabinenbahnen und trägt seit zwei Jahren einen wichtigen Teil zur Lösung von Verkehrsproblemen in Ecatepec de Morelos, einem bevölkerungsreichen Stadtteil von Mexico City, bei.

 

Auf den Streckenabschnitten von ca. 2.900 beziehungsweise 1.800 Metern Länge gibt es insgesamt sieben Stationen zum Zu- und Ausstieg. Die 10er-Kabinen absolvieren dabei 55 und 62 Meter Höhenunterschied. Besonderes Augenmerk legten LEITNER ropeways und die Stadtverwaltung auch auf eine attraktive Gestaltung der Anlage. So beleben die von regionalen und internationalen Künstlern bemalten Stationen bis heute das Stadtbild und sorgen auf diesem Wege für eine kunstvolle Aufwertung.

 

Die Anlage ist täglich 17 Stunden im Einsatz und befördert dabei 3.000 Personen pro Stunde. Für die Bewohner und Besucher von Ecatepec de Morelos bedeutet diese Verbindung eine erhebliche Erleichterung und Verbesserung der Lebensqualität, dank sauberer, umweltfreundlicher und moderner Fortbewegung. Denn anstatt 50 Minuten lang im Stau zu stehen, gelangen die Passagiere in weniger als 19 Minuten zur Hauptverkehrsverbindung in das Stadtgebiet von Mexiko City. Und die Zahlen sprechen eine mehr als deutliche Sprache: im Durchschnitt nützen 18.000 Personen täglich die Bahn, seit Oktober 2016 waren dies insgesamt bereits 9,6 Millionen Passagiere.