DAS MAGAZIN FÜR URBANE SEILBAHNEN
Projekte in Lateinamerika
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Kolumbien, Bolivien, Ecuador, Peru, Brasilien und Chile – seit POMAs erster städtischen Gondelbahn, erbaut in Medellín im Jahr 2004, inspirierte das Verkehrsmittel Seilbahn viele Städte Die nächsten Projekte von POMA sind 2019 die sechste Seilbahnlinie in Medellín (Kolumbien) und 2020 die erste Aerovia Linie in Guayaquil (Ecuador).

In Südamerika sind Seilbahnen ein wesentlicher Bestandteil der Landschaft und wurden begeistert angenommen. PoMA erbaute nicht weniger als zwölf Seilbahnen in sechs Städten in diesem Teil der Welt. Heutzutage ist die urbane Mobilität eine bedeutende Herausforderung für Städte. Seilbahnen bieten eine passende Lösung für jegliches Terrain, überwinden jedwedes Hindernis in Stadt- und Landschaftsräumen, ohne große urbane Blockierungen zu verursachen. Außerdem sind sie energieeffi zient, umweltfreundlich und leistungsfähige Transportmittel, welche Passagierströme zuverlässig bewältigen.

Die 6. Seilbahnlinie in Medellín


In Lateinamerika ermöglichen Seilbahnen den Städten, sozialen Zusammenhalt von Gebieten zu stärken, indem sie traditionell benachteiligte Bevölkerungsgruppen miteinander verbinden, wie besonders Medellín beweist. Die Stadt hat erneut die französische Firma mit dem Bau eines 6. Metro- Cables beauftragt, dessen Bau gerade eben erst begonnen hat.

 

Sie wird über zwei Zwischenstationen verfügen, von denen eine die erste U-Bahn Linie El Picacho – ebenfalls von PoMA designt – mit dem MetroCable verbindet. Die Kabinen und Stationen werden in Frankreich erbaut, im neuen Gilly-sur-Isère Industriestandort. Die Stützen werden vor ort gefertigt und die Montage erfolgt in Medellín.

Erste urbane Seilbahn in Guayaquil


Darüber hinaus unterzeichnete PoMA in Zusammenarbeit mit der SoFRATESA Gruppe, einen 30-jährigen Konzessionsvertrag mit der Gemeinde von Guayaquil in der Republik Ecuador. Das Ziel der Investition im Wert von 134 Millionen US-Dollar ist eine Gondelbahn, welche die Innenstadt Guayaquils mit der Innenstadt Duran auf dem gegenüberliegenden Westufer des Flusses Guayas, entlang der Pazifi schen Küste verbindet.

 

Das nachhaltige Mobilitäts-Projekt wird unterstützt von der französischen Agentur für Entwicklung (Agence Française de Développement, AFD). Der Bau hat bereits begonnen, mit einer voraussichtlichen Inbetriebnahme im Jahr 2020. Guayaquil, in der Republik Ecuador, ist das ökonomische Zentrum des Landes, mit dem wichtigsten Hafen an der Westküste Lateinamerikas.

 

In Guayaquil selbst leben mittlerweile 2,3 Millionen Einwohner, und das Großstadtgebiet hat eine Bevölkerung von vier Millionen. Die neue Gondel verbindet Guayaquil und Duran in nur 17 Minuten, im Vergleich zu den jetzigen 45 Minuten, wenn man die Brücke überquert, ganz ohne Verschmutzung und komplett sicher. Die Seilbahn ist 4,1 Kilometer lang und umfasst eine Kapazität von 2.600 Personen in jede Richtung, dank seiner insgesamt 155 Kabinen mit je zehn Passagieren. Darüber hinaus verfügt sie über drei Zwischenstationen und 27 Stützen, acht davon werden im Fluss Guaya erbaut und überspannen 1,8 Kilometer.