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Neue Wege Beschreiten:Die Zukunft der Mobilität


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Mit dem Mobility Lab möchte das Unternehmen dazu beitragen, die Stadt Karlsruhe zur Smart City zu entwickeln. Am Beispiel der Stadt Karlsruhe lassen sich auch für andere Städte zukunftsfähige Lösungen zeigen. So soll das PTV Mobility Lab verschiedene Entwickler und Anwender von Tools und Modellen zusammenbringen, um PTV-Software miteinander zu verknüpfen und mit anderen Produkten zu kombinieren.

 

Urbane Mobilität neu denken und gleich ausprobieren im PTV Mobility Lab. Fotos: PTV

Dabei bietet das Mobility Lab eine Entwicklungs- und Präsentationsumgebung, die auch von anderen Dienstleistern und für andere Anwender genutzt werden kann. So eignet sie sich auch für Echtzeitanwendungen aus anderen Städten, in denen auch der ÖPNV in das Verkehrsmanagement mit aufgenommen wurde. Herzstück des Mobility Labs ist das Verkehrsmanagementsystem Karlsruhe auf der Grundlage der Software PTV Optima.

 

In diesem System werden auf Basis eines stundenfeinen Verkehrsmodells der Stadt Karlsruhe mit der Verkehrsplanungssoftware der PTV Online-Detektordaten geliefert. Sie stammen aus dem städtischen Verkehrssteuerungssystem von SIEMENS. Hinzu kommen Daten von verschiedenen kommerziellen Datenlieferanten wie Here, INRIX, MotionLogic oder TomTom. Durch die Verknüpfung dieser Modelle und Daten in dem Echtzeit- Verkehrsmanagementsystem PTV Optima ergibt sich eine Vielzahl an Funktionalitäten für den Verkehrsplaner.

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten
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So lässt sich beispielsweise die Verkehrslage im gesamten Straßennetz – auch auf den Strecken, zu denen keine Messdaten vorliegen – berechnen und schätzen (Propagierung). Möglich sind zudem Kurzfristprognosen der Verkehrslage im gesamten Straßennetz in 15-Minuten-Schritten für bis zu 60 Minuten im Voraus. Dabei können vorhersehbare Ereignisse, wie Baustellen oder Events, ebenso wie nicht vorhersehbare Ereignisse, etwa Unfälle, bei der Prognose der Verkehrslage berücksichtigt werden.

Wichtig sind auch die Maßnahmeszenarien, die sich im Mobility Lab entwickeln lassen, um auf die Ereignisse zu reagieren. Indem man zum Beispiel das Angebot verändert, an Knotenpunkten die Signalprogramme für Ampeln anpasst oder sie so koordiniert, dass sich eine Grüne Welle ergibt. Zu den Maßnahmeszenarien zählt auch die Schaltung von Wechselwegweisern sowie die Beeinflussung der Verkehrsnachfrage durch Meldungen im Rundfunk, Internet oder in Navigationssystemen.

 

Darüber hinaus lassen sich die Auswirkungen verschiedener Maßnahmeszenarien online simulieren, um die geeignete Maßnahme auszuwählen. Wobei dieser letzte Schritt, also die Entwicklung, Auswahl und Schaltung von Maßnahmen der Stadt Karlsruhe mit ihren Fachämtern und Einrichtungen (Verkehrsabteilung im Tiefbauamt) obliegt. Die PTV bietet dabei ihre Unterstützung und das Mobility Lab.