DAS MAGAZIN FÜR URBANE SEILBAHNEN

Mumbai: Von Ost nach West


Von Malad zu Marve und von Borivali zu Gorai

Die Pendler gleich zweier indischer Vororte können sich freuen, denn der Arbeitsweg soll mit dem Bau von Seilbahnen erleichtert werden. Die Einwohner hatten bereits zuvor eine Lösung für ihr tägliches Mobilitätsproblem gefordert.

In New York wurde die Seilbahn erfolgreich verwirklicht. Foto: POMA

 

Die beiden geplanten Seilbahnlinien in den Vororten Mumbais würden eine Verbindung über die kleinen Flüsse der beiden Ortschaften Marve und Gorai bilden. Derzeit müssen die Bewohner von Marve in Malad und Gorai in Borivali Fähren von und nach Mumbai nehmen.

 

Die geplanten Mobilitätsprojekte würden nicht nur die Orte besser an das Verkehrsnetz anbinden, es könnten außerdem die Anreisezeiten der Pendler deutlich verkürzt werden. Ein Beamter von MMRDA (Mumbai Metropolitan Region Development Authority) sagte: „Ein detaillierter Projektbericht wird von Indian Port Rail and Ropeway Corporation Ltd erstellt und die endgültige Entscheidung über den Bau der Seilbahnen wird in den nächsten Monaten getroffen werden.“

 

MMRDA-Beauftragter RA Rajeev erklärte: „In New York, Kolumbien und der Türkei sind Seilbahnen für den Personentransport sehr gut geeignet. In einer Stadt wie Mumbai, wo man immer wieder mit Verkehrsproblemen zu kämpfen hat, könnte dies ebenfalls eine gute Möglichkeit sein. Diese beiden Seilbahnen sind als Pilotprojekte gedacht und wenn sie erfolgreich sind, werden wir Projekte wie diese auch anderswo umsetzen.“

 

Das Projekt sieht vor Borivali und Malad miteinander zu verbinden und so für eine optimale Vernetzung auf der letzten Meile zu sorgen. Die Streckenführung soll von den jeweiligen Metrostationen zu den Ortszentren führen. So würde nicht nur eine Verbindung der Vororte von Ost nach West geschaffen, sondern auch eine lückenlose Transportkette von Mumbai zu den westlichen Außenbezirken garantiert werden.

 

Die Seilbahnlänge würde voraussichtlich 4,5 Kilometer betragen. Auf dieser Strecke sind mehrere Stationen für eine bessere Verfügbarkeit geplant. Damit soll den zahlreichen Pendlern aus den westlichen Randbezirken der Weg in die Arbeit in Zukunft erleichtert werden. tm