DAS MAGAZIN FÜR URBANE SEILBAHNEN
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Si: Im August des Vorjahres wurde das Leuchtturmprojekt Wälderbahn der Öffentlichkeit vorgestellt. Bei Politikern und Einheimischen gibt es viele unterschiedliche Meinungen dazu. Was sagen Sie als Städteplaner? Martin Assmann: Es ist ein bemerkenswertes Projekt.

 

 

Damit wird eine Thematik aufgegriffen, die schon lange Zeit bei uns diskutiert wird. Schon im Verkehrskonzept 2005 wurde das Verkehrsproblem aufgegriffen und verschiedene Ansätze gesucht.Damals gab es die Idee einer Eisenbahn, die sicherlich auch einen gewissen Charme gehabt hätte. Voriges Jahr wurde dann das Seilbahn-Projekt präsentiert.

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Si: Im August des Vorjahres wurde das Leuchtturmprojekt Wälderbahn der Öffentlichkeit vorgestellt. Bei Politikern und Einheimischen gibt es viele unterschiedliche Meinungen dazu. Was sagen Sie als Städteplaner? Martin Assmann: Es ist ein bemerkenswertes Projekt. Damit wird eine Thematik aufgegriffen, die schon lange Zeit bei uns diskutiert wird. Schon im Verkehrskonzept 2005 wurde das Verkehrsproblem aufgegriffen und verschiedene Ansätze gesucht.

Damals gab es die Idee einer Eisenbahn, die sicherlich auch einen gewissen Charme gehabt hätte. Voriges Jahr wurde dann das Seilbahn-Projekt präsentiert.

 

Es ist gut, alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen und auf ihre Machbarkeit zu prüfen. Wie schaut das derzeitige Verkehrsverbundsystem in Dornbirn und dem Bregenzerwald aus? Wir haben ein sehr gut ausgebautes öffentliches Verkehrssystem mit einer enormen Taktdichte. Es gibt die Stadtbusse, insgesamt 12 Linien, die die einzelnen Ortsteile feinmasching miteinander verbinden, teilweise im Takt von nur 10 Minuten.

Daneben gibt es die Bahn mit dem Charakter einer S-Bahn sowie die Landbusse, die in den Regionen fahren bzw. diese verbinden wie z.B. das Rheintal oder der Bregenzerwald mit insgesamt rund 23 Gemeinden und rund 30.000 Einwohnern.

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Es gibt täglich Verkehrsstaus, Pendler aus dem Bregenzerwald brauchen sehr lange bis sie ihren Arbeitsplatz oder ihr Zuhause erreichen. Wäre da eine Seilbahn nicht die optimale Lösung, bequem, umweltfreundlich und ohne Stau von Bersbuch nach Dornbirn zu gelangen? Ja, wir haben sehr viele Pendler und es gibt auch tatsächlich einige neuralgische Punkte, an denen es immer wieder zu Wartezeiten kommt.

Ich glaube aber, dass die Verkehrssituation im innerstädtischen Bereich nicht so schlimm ist. Eine Seilbahn wäre eine gute Lösung, wenn es eine demtentsprechend große Frequenz gäbe. Das muss natürlich genau überprüft werden

Glauben Sie, dass sich urbane Seilbahnen bei uns in Europa durchsetzen werden und was werden die größten Hürden bei der Umsetzung sein? Wie gesagt, die Frequenz muss passen und auch der Tourismus, denke ich, ist ein wesentlicher Punkt. Am Beispiel Dornbirn kann ich behaupten, dass es keine klassische Tourismusdestination ist.

 

Damit die Leute die Seilbahn benutzen, ist es besonders wichtig, möglichst viele Stationen zu errichten. Ich denke, das größte Hindernis die Seilbahn als Verkehrsmittel zu verwenden, ist die Bequemlichkeit der Menschen. Wenn man mehrmals umsteigen und dann vielleicht noch lange auf das nächste Verkehrsmittel warten muss, reduziert sich die Bereitschaft mit den Öffis zu fahren. Würden Sie persönlich mit der Seilbahn fahren? Ich habe das Glück in Dornbirn zu wohnen und zu arbeiten, so dass sich mir diese Frage gar nicht stellt.

 

Die Familie meiner Frau wohnt im Bregenzerwald. Wenn wir sie besuchen, könnten wir natürlich mit der Seilbahn fahren, dann müssten wir allerdings in Bersbuch abgeholt werden oder mit dem Bus weiterfahren. Ich weiß nicht, ob ich das machen würde. Obwohl, das Panorama wäre mit Sicherheit einzigartig. Was sagen die Einheimischen zu diesem Visions-Projekt? In meinem Bekannten- und Kollegenkreis wird das Thema natürlich immer wieder diskutiert. Es gibt die unterschiedlichsten Meinungen.

 

Aber ich denke, es ist zunächst einmal wichtig, dass das Projekt genauestens geprüft und dann eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben wird. Da ist jetzt das Land gefragt. Mehr Infos und Meinungen zum Thema unter www.wälderbahn.at