DAS MAGAZIN FÜR URBANE SEILBAHNEN

Smart cities


Kreieren von dynamischen neuen Märkten

Damit die globalen Ziele zum Thema nachhaltige Entwicklung erreicht werden können, müssen urbane Entwicklungen samt einer deutlich stärkeren Einbeziehung des Privatsektors in Zukunft eine übergeordnete Rolle spielen.

Damit ein Unternehmen in einem anderen Land erfolgreich Fuß fassen kann, muss zuerst der Markt erforscht werden und eine Lücke im regionalen Angebot für das eigene Produkt gefunden werden. Egal ob die Umwelt oder die Gesellschaft im Interessensfokus steht, es muss immer ein konkretes Ziel ins Auge gefasst werden um etwas zu erreichen.

 

Vor allem Städte bieten hier einen guten Ansatzpunkt für Firmen, da der Trend der Urbanisierung laut Experten auch in Zukunft nicht abreißen wird. Außerdem können aufgrund der höheren Bevölkerungsdichte die Ressourcen häufig besser genutzt werden. In diesem Sinne bietet die Urbanisierung für viele Firmen gute Chancen.

Risikos & Probleme


Um erfolgreich einen neuen Markt zu erobern, muss man sich vor allem Hindernisse ansehen, welche in der Zukunft auf einen zukommen könnten. Durch die Klimaerwärmung und die bereits jetzt häufig spürbaren Veränderungen, müssen vor allem Städte auf diese kommende Entwicklung vorbereitet sein.

 

Längere Dürreperioden gefolgt von Überschwemmungen werden auch in Europa Teil des Alltages werden. Damit auch bei diesen neuen Bedingungen die gesellschaftlichen Strukturen aufrechterhalten werden können, ist es wichtig den täglichen Ablauf möglichst ohne Änderungen sichern zu können.

 

Kritische Punkte wie die Infrastruktur gehören hierfür gestärkt und an die neuen Bedingungen angepasst.

SDG (Substainable Developement Goals)


Die SDGs sind nachhaltige Entwicklungsziele, welche sich auf unterschiedliche Bereiche, wie Zugang zu Bildung und Infrastrukturpläne fokussieren. Insgesamt 17 solcher Punkte wurden von der UN Habitat zu diesem Thema formuliert.

 

„Öffentlicher Nahverkehr, Wasser und Abwasser sowie Abfallwirtschaft sind die drei Sektoren, die den größten Einfluss auf nachhaltige urbane Entwicklung haben“, sagt Patrick Avato, Stadtexperte der International Finanz Corporation IFC der Weltbankgruppe, in einem Interview mit dem CorporAID Magazin.

 

Nur wenn sich die einflussreichsten Faktoren im Bereich urbane Entwicklung zusammenspielen und an neuen Lösungen feilen können sie als Motor zur nachhaltigen Städteentwicklung dienen. Gute und durchdachte Projekte werden aus diesem Grund verstärkt gesucht.

 

Gerade im infrastrukturellen Bereich herrscht ein großer Bedarf. Laut einer McKinsey-Studie beträgt die jährliche Lücke zwischen notwendigen und existierenden Infrastruktur-Investments 800 Milliarden Dollar. Ein toller Ausgangspunkt also für alle Firmen in diesen Bereichen.

Seil anstelle von Straße

Mehr als zwei Drittel der Weltbevölkerung wird bis 2050 in Städten wohnen, dass sind ungefähr sechs Milliarden Menschen. Wenn man sich heute die Situation zu den Stoßzeiten auf den Straßen ansieht, kann man sich nicht vorstellen wie noch mehr Verkehrsteilnehmer auf den überfüllten Wegen Platz finden sollen.

 

Der Urbanisierungstrend ist genauso bekannt wie die damit einhergehenden Schwierigkeiten. Pilotprojekte zum Thema Infrastruktur und Mobilität werden immer häufiger und reichen von Managementsystemen für die Straße bis hin zu Flugtaxis.

 

Doch auch die Seilbahn wird immer häufiger mit Bussen und Zügen in einem Satz genannt. Das liegt daran, da man hier den Vorteil eines leistbaren und vor allem ökologischen Transportmittels hat. Denn durch dieses, einst alpine Aufstiegsmittel können im Jahr CO2 Emissionen im mehrstelligen Tonnenbereich eingespart werden.

So könnte eine Möglichkeit der Smart Mobiliy der Zukunft aussehen. Doch neben den High Tech Flugtaxis sind auch Seilbahnen als urbane Lösungen im Gespräch. Foto: Airbus

Smart Cities


Dass Städte durch ihre hohen Einwohnerzahlen eine zentrale Rolle in Fragen zur Erfüllung der SDGs, sowie von Klimaverträgen sein können, wurde bereits gesagt, doch wie genau diese nachhaltige Stadtentwicklung aussehen könnte, ist vielerorts noch nicht klar.

 

In der australischen Stadt Ipswich versucht man zum Beispiel, mit einem Pilotprojekt, Sicherheitsvorteile einer vernetzen Fahrzeuginfrastruktur zu erproben. Dafür sollen bis Ende 2019 rund 500 Flottenfahrzeuge und Fahrzeuge des öffentlichen Verkehrs mit C-ITS-Technologie der Firma KAPSCH nachgerüstet und 30 C-ITS-Vorrichtungen an Straßen und Autobahnen verbaut werden.

 

In der zweijährigen Testphase soll die technische Grundlagen für die zukünftige Generation intelligenter Verkehrssysteme geschaffen werden. Doch vor allem in den derzeit am schnellsten wachsenden Schwellen- und Entwicklungsländern ist man unzureichend vorbereitet.

 

Denn wenn die nötigen Strukturen für die Umsetzung von Investitionsprojekten fehlen und der Zugang zu den Finanzmärkten erschwert wird, wird auch ein potenziell interessanter Markt für Unternehmen schnell zur riskanten Businessentscheidung.

 

Durch die aktive Suche und Aktivierung von privaten Investoren versuchen bereits einige Organisationen erste Strukturen zu entwickeln und so neue Märkte wie jene der Smart Mobility zu öffnen. Die Zukunft geht in Richtung Smart Cities – Umweltfreundliche und ressourcenschonende Entwicklung, hohe Vernetzung durch neue digitale Technologien.

 

In Südkorea hat man mit Songdo City bereits ein Vorzeigemodell geschaffen. Die UN Habitat hat in wirtschaftlich starken Unternehmen bereits Partner für dieses Ziel gefunden. Die Firma DOPPELMAYR zum Beispiel engagiert sich sehr im Bereich nachhaltige urbane Entwicklung und setzt es sich zum Ziel gleich vier der SDGs zu erfüllen.