DAS MAGAZIN FÜR URBANE SEILBAHNEN
Kampala will eine Seilbahn
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Nach einer Machbarkeitsstudie für ein Seilbahnprojekt in Kampala will man nun das Geld für ein Pilotprojekt sammeln. Mit 200 Millionen US Dollar wäre es möglich das Projekt umzusetzen und so den Verkehr zu entlasten. (Foto: KCCA)

In Ugandas Hauptstadt kann man Fortschritt und Tradition direkt nebeneinander erleben. Im modernen Stadtzentrum stehen Hochhäuser neben den typischen roten Ziegelvillen, umgeben von Bäumen und Hügeln. Dieser Mix bildet einen interessanten Kontrast für jeden Besucher, doch die eineinhalb Millionen Einwohnerstadt kämpft mit einem immer größer werdenden Problem. Der Verkehr in Kampala nimmt überhand und die Straßen sind nicht nur zu den Stoßzeiten verstopft. Das ist auch der Grund, warum man in der Hauptstadt versucht, umgerechnet 175 Millionen Euro für ein Pilotprojekt zur Verkehrsberuhigung zu sammeln.

Seilbahnen werden immer häufiger als mögliches Mittel zur Verkehrsentlastung eingesetzt und Beispiele wie in La Paz oder Mexiko geben der Technologie Recht. Vor Ort hofft man durch ein Seilbahnsystem dem Verkehrschaos Einhalt zu gebieten, da Seilbahnen aufgrund ihrer Höhe mit keinem anderen, der bereits bestehenden Verkehrsmittel interagieren. Die Route für die geplante Anlage würde vom etwas außerhalb gelegenen Taxipark bis ins Stadtzentrum führen.

 

In Kampala ist man sich sicher, dass ein solches Projekt nicht nur am Papier, sondern auch in der Praxis funktionieren würde. Erste Vorbereitungen für Investorengespräche, durch welche man hofft die nötigen Finanzierungsmittel zu generieren, werden bereits getroffen. Seilbahnen werden in Europa häufig zum Transport großer Menschengruppen verwendet, wie etwa in der französischen Stadt Grenoble.

 

Die Anlage stellt hier ein beliebtes Transportmittel für Gäste und Einheimische dar und durch die Glasflächen könnte man die Stadt einfach aus der Vogelperspektive erleben. In Ugandas Hauptstadt hofft man außerdem mit dieser Investition nicht nur die Straßen zu entlasten, sondern auch eine neue Touristenattraktion zu schaffen, da den Besuchern eine neue Sichtweise auf die einmalige Stadt ermöglicht werden würde. Dass Seilbahnen den Tourismus fördern können, zeigt sich bereits in anderen Städten und von diesem Trend würde man auch gerne in Kampala profitieren. Laut Einschätzung von Experten wäre es möglich eine solche Anlage innerhalb von zwölf bis achtzehn Monaten zu installieren.