DAS MAGAZIN FÜR URBANE SEILBAHNEN

Mobilität nimmt in unserem Alltag einen immer höheren Stellenwert ein. Um den einfachen Zugang zu diesem Gut auch in Zukunft garantieren zu können, machen sich Experten weltweit bereits jetzt Gedanken.

 Bei Projekten, welche sich mit nach- haltiger Stadtentwicklung beschäftigen, stehen neben Umwelt- auch Mobilitätsfragen immer weit vorne. Städteverträgliche Mobilitätssteuerung heißt dabei das Keyword für die Verantwortlichen.

 Dass man sich bereits heute weltweit über dieses Problem im klaren ist, zeigt sich durch die ansteigende Zahl der Fachtagungen zu diesem Thema.

Eine Möglichkeit wie integrierte Mobilität funktionieren kann. Foto: DOPPELMAYR

International Mobility Congress

Der Kongress in La Paz hat gezeigt, dass der efziente Ablauf des öffentlichen Verkehrs nur durch integrierte Systeme funktionieren kann. Deshalb ist es gerade in schnell wachsenden Städten wichtig, sich dies vor Augen zu führen.

 

Die Zahl der privaten Autos steigt kontinuierlich an und auch individuelle Transportangebote wie Uber tragen zu den Problemen des Verkehrs usses bei. Rund 50 Teilnehmer aus Bolivien, Simbabwe und Indien kamen nach La Paz um Erfahrungen zu diesem Thema auszutauschen und vom integrierten Mobilitätssystem der Stadt zu lernen.

Der Workshop wurde in Zusammenarbeit von UN-Habitat, Mi Teleférico und dem Ministerium für öffentliche Arbeiten, Dienstleistungen und Wohnungswesen mit Unterstützung der DOPPELMAYR Seilbahnen GmbH organisiert.

 

Diese Vertreter informierten die Teilnehmer durch Schulungen und Vor-Ort-Besuchen über die Planung, Realisierung, den Betrieb, die Finanzierung und den Unterhalt städtischer Seilbahnsysteme.

 

Dadurch wollte man die Zusammenhänge zwischen der zunehmenden Urbanisierung und dem erwarteten Anstieg der Motorisierung thematisieren und die Bedeutung der Umsetzung integrierter Lösungen für den öffentlichen Verkehr klar darlegen.

Bürgermeister von Hallstadt, Alexander Scheutz berichtet über die Mobilitätsherausforderungen des Ortes. Bei dem Vortrag: Hallstatt - Preis des Weltruhms.

Probleme, Ziel & Lösungsansätze


Ziel dieser interaktiven Veranstaltung war es, ein alternatives Paradigma für die Mobilität in der Stadt einzuführen, das darauf abzielt, die Zugänglichkeit zu verbessern, indem ein efizienter, inklusiver, sicherer, erschwinglicher und sauberer Verkehr eingeführt wird, der gut in aktive Mobilitätsformen integriert ist.

 

Stefanie holzwarth von der Urban Mobility Unit sieht eine mögli- che Lösung in einer Zentrierung der Verkehrsplanung auf die Bedürfnisse der Menschen. Durch kompakte Mischnutzungen entlang von Transitkorridoren soll der Zugang zu Zielen in Städten erhöht werden.

 

Darüber hinaus lieferten andere Mobilitätsanbieter wie Puma Katari und Wayna Bus sowie Mi Tren Einblicke in ihre laufenden Bemühungen zur Integration ihrer Systeme mit den anderen Mobilitätslösungen in La Paz und El Alto. Der Workshop sollte zudem die Einbeziehung von Urban Mobility in die nationale Stadtpolitik Boliviens unter- stützen.

Claartje van Ette, Managerin von City in Balance (Amsterdam) verwies auf die Wichtigkeit, eine Stadt nicht nur Touristen - sondern auch Bewohnerfreundlich zu gestalten.

Internationalität bei den Verkehrstagen in Salzburg


Nicht nur für bolivianische Städte ist es wichtig, Mobilität einzubeziehen, um eine nachhaltige Stadtentwicklung zu erreichen. Dieses Ziel hatte man auch in Salzburg bei den 16. Interna- tionalen Verkehrstagen.

 

Hier legte man den Schwerpunkt mehr auf den (Over)Tourismus. Auf dem jährlich statt ndenden Mobilitätskongress wollte man aber bewusst keine konkreten Mobilitäts-Lösungen aufzeigen, sondern die Ist-Situation kritisch ana- lysieren und hinterfragen.

 

Man setzt dabei auf die Innovationskraft namhafter österreichischer und europäi- scher Anbieter. „Deren Innovationen wären von den Entscheidungsträgern nur abzuholen - was leider viel zu selten geschieht“, erklärt Peter haibach, Obmann von Forum Mobil.

 

Doch egal ob der Transport der Pendler in La Paz oder der Touristen in Salz- burg, die Aufgabe besteht darin den Individualverkehr vermehrt aus den Städten zurückzudrängen Andreas gfrerer vom Altstadtver- band Salzburg, Romain Molitor von Klima aktiv, Georg Overs, Geschäfts- führer der Region Villach Tourismus und Ludwig richard, Repräsentant ei- nes Busunternehmens, beleuchteten dieses Problem aus verschiedenen Blickwinkeln.

 

Man war sich einig, dass es wichtig sei die nachhaltige Bewahrung der urbanen Kultur der Stadt zu bewahren und die Destinationsspezifischen Ballungszentren wenn möglich aufzubrechen.

 

Das Mobilitätsbedürfnis der Pendler aber auch der Besucher aller Alltersgruppen muss weiter erfüllt werden, denn die Mobilität ist Teil des Lebens einer jeden Stadt und es ist deshalb nötig genau zu wissen, welche Anforderungen eine Stadt an ein Mobilitätsprojekt stellt, bevor man dieses auch effektiv Planen und Umsetzen kann.

 

Die steigenden Ansprüche an die Infrastruktur und das Mobilitätsangebot wachsen immer weiter an und um in Zukunft bestehen zu können, sehen Branchenexperten bereits jetzt die Notwendigkeit zur Handlung.

Geschäftsentwickler Werner Kutil stellte unter anderem mit dem multimodalen Informationssystem ein neues Konzept zur Verminderung von Staubildungen in Städten vor.