DAS MAGAZIN FÜR URBANE SEILBAHNEN

Heilmittel Seilbahn


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Über die Belastung unserer Umwelt durch das immer stärker werdende Verkehrsaufkommen herrscht weltweit Einigkeit. Auch darüber, dass Lösungen gefunden werden müssen. Was in Lateinamerika und in Asien bereits mehrfach erfolgreich umgesetzt wurde, ist in Europa noch in der Diskussionsphase – diese allerdings wird immer heißer.

Yariv Gideon Levin, Tourismusminister von Israel: „Der Weg zur Klagemauer führt über viele, anstrengende Stufen. Eine Seilbahn wird den Zugang für unsere Menschen erleichtern und zugleich eine große Touristenattraktion sein. Es gibt keinen geeigneteren Zeitpunkt als den jetzigen, um dieses revolutionäre Projekt an den Start zu bringen. Die Seilbahn wird das Erscheinungsbild Jerusalems positiv verändern.“

Virginia Raggi, Bürgermeisterin von Rom: „die Seilbahn ist bezüglich der Betriebskosten billiger als eine U-Bahn-Linie und kann 3.000 Personen pro Stunde pro Fahrtrichtung bei einer Geschwindigkeit von 21,6 Stundenkilometern aufnehmen. die Strecke soll vier Kilometer lang sein und die Lebensqualität merklich erhöhen. Städte wie London, Ankara und Rio de Janeiro machen schon lange vor, wie es geht.“

Es wird heiß in Israel. Noch heißer als die politische Lage ohnehin schon ist. Diskutiert wird über eine Seilbahn. Sie soll bis zu 3.000 Passagiere pro Stunde befördern. Quer durch die Stadt. Sie soll einen einfachen und komfortablen Zugang zur Klagemauer ermöglichen. Für Touristen und Besucher. So sagt es der Tourismusminister Yariv Gideon Levin, Rechtsanwalt und Politiker.

 

Die beschlossenen Pläne sehen vor, eine 1,4 Kilometer lange Trasse zu errichten, die vom Westen der Stadt bis an die Klagemauer führen soll. 200 Millionen Schekel sollen dafür in die Hand genommen werden. Das sind umgerechnet 50 Millionen Euro. 2021 soll die Bahn in Betrieb gehen. Und sie wird schmerzende Füße, Sonnenstich und trockene Kehlen auf dem Weg zur biblischen Geschichte verhindern.

 

Auch in Rom will man dem Stau Herr werden. Die Bürgermeisterin der Ewigen Stadt, Virginia Raggi, will eine Seilbahn, die verschiedene Stadtteile miteinander verbindet. Die 90 Millionen teure Infrastruktur soll die beiden Stadtviertel Casalotti und Battistini im Westen der italienischen Hauptstadt verbinden. Und auch Vitali Klitschko möchte in Kiew eine Bahn bauen.

Andere Länder, andere Sitten


Allein in der Stadt Algier existieren 14 urbane Seilbahnen bereits real und in Planung. In der Bergbaustadt Tschiatura in Georgien sind 16 Seilbahnen wichtige öffentliche Verkehrsmittel. Auch in Tiflis führen einige Seilbahnen in die Stadtviertel, die terrassenförmig an den Hängen angelegt sind. In Medellin (Kolumbien) fahren drei Seilbahnen als Metrocable de Medellin als integrierter Teil des städtischen Verkehrssystems, für Singapur ist die Seilbahn zur Vergnügungsinsel Sentosa zum Wahrzeichen geworden.

 

In Portland verbindet eine Seilbahn den Marquam Hill mit dem Oregon Health und Science University Center in South Waterfront. Um nur einige zu nennen. Und La Paz natürlich – das aktuelle Vorzeigeprojekt ganz besonderer Güte. ah