DAS MAGAZIN FÜR URBANE SEILBAHNEN

Brixen


Eine unterirdische Seilbahn soll die Stadt mit dem Berg Plose verbinden

„Verbindung Stadt – Berg“: So schlicht überschreibt die Südtiroler Stadt Brixen ihr Projekt einer urbanen Seilbahn zwischen dem Zentrum der 20.000-Einwohner-Gemeinde und dem Gebirgsstock Plose. Dabei wird die Seilbahn sogar unterirdisch geführt.

Das Siegerprojekt mit Grafiken (oben) und Trassenführung (unten). Fotos: Gemeinde Brixen.

 

Vom Busbahnhof bis zum Parkplatz Max soll die Bahn unterirdisch verlaufen, von dort geht es dann oberirdisch weiter bis zur Talstation der bereits bestehenden Ploseseilbahn. Die Einseilumlaufbahn wird an sechs Stationen Halt machen und soll 50 Millionen Euro kosten, wie „Südtirol News“ berichtet.

 

Nachdem ein europaweiter Ideenwettbewerb ausgeschrieben wurde, hat ein Preisgericht, bestehend aus Fachleuten und politischen Vertretern, 2018 unter den eingereichten Vorschlägen den Sieger des Ideenwettbewerbs gekürt.

 

Einstimmig an erster Stelle reihte die Fachjury einen Vorschlag des Planungsteams Valdemarin / Röck /Bergmeister & Wolf. Dieses überzeugte sowohl im Hinblick auf das Gesamtkonzept als auch bei der Bewertung der einzelnen Kriterien, die im Vorfeld von Arbeitsgruppe und Bürgerdialog erarbeitet und vom Gemeinderat als Grundlage für die Entscheidungsfindung genehmigt worden waren.

 

Positiv bewertete das Preisgericht vor allem die verkehrstechnisch gute Anbindung an verschiedene Knotenpunkte im Projekt: vom Busbahnhof in der Nähe der Altstadt über den Bahnhof bis zum Zustiegspunkt in Milland.

Dank dieses Ansatzes werde kein zusätzlicher Individualverkehr ins Stadtzentrum gezogen. Punkten konnte der Vorschlag auch bei den Kriterien Attraktivität für verschiedene Nutzergruppen, Reisezeit von Tür zu Tür, Frequenz und Kapazität.

 

Was die Umsetzung anbelangt, so sei man sich bewusst, dass diese aufgrund des innovativen Ansatzes eine gewisse Komplexität aufweise. Dies sei allerdings auch bei den anderen vorne gereihten Projekten der Fall.

 

 

Eine sehr gute Bewertung erhielt der Vorschlag letztlich für das geringe Belastungsausmaß im Betrieb, die niedrigen Emissionen sowie für den Erlebniswert. Die Stadt Brixen will das Projekt nun umfassend neu betrachten und das Konzept in ein konkretes Projekt fließen lassen. ts