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E-Mobilität


Österreich unter den top ten bei EU-Ladestationen
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Heute ist jedem klar, dass sich die Mobilität verändern wird. Dass diese weg von Verbrennungsmotoren und hin zu Elektrofahrzeugen gehen wird, steht dabei außer Zweifel. Denn die Zahl der Elektroautos steigt kontinuierlich und auch die Reichweite verbessert sich mit jedem Entwicklungsschritt.

 

In vielen Ländern der Erde hat man sich ein großes Ziel vorgenommen: Die Verringerung der Klima- und Umweltbelastungen durch den Verkehr sowie die Unabhängigkeit von fossilen Treibstoffen.

Foto: Pixabay

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Dies wurde im Weltklimavertrag von Paris festgelegt und dient als Schlüssel zur Erfüllung der nationalen und EU-Vorgaben bezüglich Luftqualität, Emissionsbegrenzung sowie Strategien für eine kohlenstoffarme Wirtschaft. Bis 2050, so die Ziele des Verkehrsministeriums, will Österreich einen möglichst klimaneutralen Verkehr erreichen.

Österreich liegt bei den Neuzulassungen an E-Autos vorne. Die Lade-Infrastruktur muss in Österreich allerdings noch verbessert werden. Foto: Pixabay

Das heißt konkret: Der öffentliche Verkehr muss verlagert bzw. ausgebaut werden. Aktive Mobilitätsformen, auch der Umstieg auf Nullemissions-Fahrzeuge im Straßenverkehr auf Basis von erneuerbarer Energie, sollen gefördert werden. Elektromobilität stellt dabei einen wichtigen Baustein dar, heißt aber in der Praxis mehr als „nur“ den Verbrennungsmotor durch einen Elektromotor zu ersetzen.

 

Es bedeutet auch: Der Verkehr wird effizienter und umweltfreundlicher durch die kombinierte Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und umweltfreundlichen Privat-Fahrzeugen, das Ganze in Verbindung mit effizienten und erneuerbaren Energiequellen und zwar eingebettet in ein intelligentes Gesamtverkehrsnetz.

Anteil der E-Fahrzeuge steigt
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Elektrofahrzeuge als ein Baustein spielen dabei natürlich eine große Rolle. Der Anteil von E-Autos an den Neuzulassungen in Österreich steigt ständig. Bis Ende Dezember 2017 sind 5.433 vollelektrische E-Autos hinzugekommen, das sind um 42 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2016. Österreich hatte bereits im Jahr 2016 innerhalb der EU die Spitzenposition beim Anteil der E-Pkw an den Neuzulassungen geschafft (3.826 Neuzulassungen). Aktuell sind, laut der Statistik Austria, 1,5 Prozent aller Neuzulassungen E-PKWs.

Martin Klässner. Foto: be.energised

Damit diese auch gut mit Strom versorgt werden können, ist eine ausreichende Ladesation-Infrastruktur nötig. Im EU-Schnitt kommen auf 100.000 Einwohner nur 20 öffentliche E-Ladestationen. Österreich liegt hier mit 35 öffentlichen Stationen pro 100.000 Einwohner weit über dem Durchschnitt und im EU-Vergleich sogar an fünfter Stelle.

Intelligente Mobilitätslösungen


Eine Firma, die sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt und erfolgreich an intelligenten Mobilitätslösungen arbeitet, ist die Radstädter Firma Has.to.be. Diese liefert mit ihren E-Mobilitätslösung die Software für Ladestationen und übernimmt zusätzlich die Verwaltung, Vermarktung, Servicierung und Abrechnung der Ladeinfrastruktur – also die gesamte Betriebsführung. Derzeit werden 7.500 Ladepunkte bei mehr als 120 zufriedenen Betreibern in 16 Ländern gesteuert. Rund eine halbe Million Ladevorgänge pro Jahr machen so 50.000 Nutzer glücklich, schildert CEO Martin Klässner.