DAS MAGAZIN FÜR URBANE SEILBAHNEN

Ein für die Seilbahntechnik zentraler Bau- teil ist die Seilklemme. Die Wahl des rich- tigen Systems hat Auswirkungen auf den Betrieb einer urbanen Seilbahn. Die Seilklemme stellt die Verbindung zwischen einem endlos umlaufenden Zug- oder Förderseil und der Kabine oder dem Wagen her.

 

Die meisten Umlaufbahnen für den Personen- nahverkehr haben betrieblich lösba- re Klemmen. Bei der Einfahrt in eine Station ö nen sich diese, woraufhin die Kabine oder der Wagen von den Luftreifen der Stationsfördereinrichtung übernommen wird.

 

 

die Minimètro in perugia (oben) verfügt als umlaufbahn über eine betrieblich lösbare seilklemme, während die hungerburgbahn in innsbruck (unten) als pendelbahn x an das zugseil geklemmt ist. Fotos: LEITNER ropeways

Diese bewegt die Kabinen oder Wagen zum Ein- und Aussteigen langsam durch die Station bzw. hält sie vollständig an. Ein posi- tiver Nebene ekt dieses Systems ist, dass die Kabinen oder Wagen auch in einer Garage untergebracht werden können.

Somit lassen sich die Fahrbetriebsmittel außerhalb der Betriebszeiten oder bei geringem Fahrgastaufkommen parken. Die Garage ist auch der geeignete Ort für Reinigungs- und Wartzungsarbeiten. Betrieblich nicht lösbare Klemmen gibt es bei Gruppenpendelbahnen, Gruppenumlaufbahnen sowie bei Sessel- und Schleppliften.

 

 

Bei Zwei- oder Dreiseilpendelbahnen und meist auch bei Standseilbahnen sind die Kabinen oder Wagen auf der Seite der Antriebsstation x mit einem Zugseil verbun- den, auf der Seite der Spannstation läuft zum Ausgleich des Seilgewichts und zur Aufrechterhaltung der Seilspannung ein „Gegenseil“ mit. Quelle: Anton Seeber (2010) „The Renaissance of the Cableway“, Prokopp & Heckensteiner: Bozen.