DAS MAGAZIN FÜR URBANE SEILBAHNEN

Spektakuläre Bergungsübung


Das Rettungskonzept der berühmten Seilbahn auf Madeira wurde überarbeitet
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Zu einer wahren Touristenattraktion hat sich die DOPPELMAYR-Kabinenbahn auf der portugiesischen Insel Madeira entwickelt. Die im Jahr 2000 errichtete Seilbahn führt von Funchal nach Monte und kann in ihren 8er-Kabinen bis zu 800 Passagiere pro Stunde befördern. Die Bahn ist 365 Tage im Jahr in Betrieb und erfreut sich über eine sehr hohe Frequenz. Ein modernes Rettungskonzept ist daher unverzichtbar.

Deshalb hat die Teleféricos da Madeira S.A. das Bergungsmaterial erneuert, wie der technische Leiter Pedro Galvão erklärt: „Nach 16 Jahren wollten wir unser Rettungskonzept überarbeiten und waren der Meinung, dass das Material, welches wir hatten, für einen Ernstfall nicht optimal wäre. Als wir auf das selbstfahrende Seilfahrgerät SS1 von IMMOOS aufmerksam wurden, war sofort klar, dass wir eine neue Bergungslösung mit IMMOOS erarbeiten möchten.“

 

Denn das Abseilen der Passagiere bei einem Bahnstillstand wäre aufgrund der bewohnten Siedlungen und Straßen unterhalb der Bahntrasse erschwert. An vielen Stellen kann dies mittels Schrägabseilen gelöst werden, doch in einem Bereich ist eine Bergungslösung entlang dem Bahnseil unumgänglich, wie die Betreiber der Seilbahn feststellten.

Motorisierte Bergung
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Die optimale Lösung für diesen problematischen Bereich bietet das Seilfahrgerät SS1. Das SS1 kann auch motorisiert betrieben werden und dadurch Passagiere am Seil abschleppen. „In Zusammenarbeit mit IMMOOS haben wir eine realistische Zeitberechnung erstellt.

Für die allfällige Rettung arbeiten wir mit mehreren Feuerwehren sowie Zivilschutz-Organisationen zusammen, welche mit Spezialteams zum Einsatz kommen würden“, erklärt Pedro Galvão. Die Zusammenarbeit mit allen Partnern funktioniere ausgezeichnet.

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„Die erste Übung und Ausbildung mit dem neuen Rettungsmaterial ist sehr gut verlaufen, die Spezialteams brauchen aber noch mehr Training. Weil wir wegen dem dichten Betrieb fast keine Gelegenheit haben, um auf der Seilbahn zu üben, möchten wir eine externe Trainingsanlage mit einer Kabine errichten“, erläutert Galvão. Ein weiterer Beweis für das vorbildliche Sicherheitsdenken der Bahnbetreiber. ts