DAS MAGAZIN FÜR URBANE SEILBAHNEN
Amsterdam: Ein Zukunftsprojekt
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Bereits seit drei Jahren wird der Plan eingängig geprüft und überarbeitet, aber jetzt scheint es endlich konkrete Pläne für das geplante Seilbahnprojekt zu geben. (Fotos: Plompmozes)

Anders als in manchen anderen Städten scheint bereits zu Beginn der Planungsphase der Zuspruch in der Bevölkerung für die Umsetzung des Projektes groß zu sein. Wenn man sich die Stadt und die Kultur der Amsterdamer einmal genauer ansieht, ist das Interesse an einem umweltfreundlichen, öffentlichen Verkehrsmittel nicht überraschend. Immerhin kann bei der Hauptstadt der Niederlande guten Gewissens von einer Fahrradhochburg gesprochen werden. Auch das verzweigte und stark befahrene Grachtensystem der Stadt zeigt eines ganz deutlich: Hier lässt man das Auto lieber in der Garage.

Pläne

Namensgebend für die Anlage soll der IJ-Fluss sein, welcher bei der Fahrt überquert werden wird. IJbaan soll die hochmoderne 1,5 Kilometer lange Seilbahnanlage deshalb heißen. Genaue Informationen zur Bahn selbst sind noch nicht bekannt, aber den Renderings zu Folge wird es sich bei der IJbaan um ein 3S-System handeln. Die geschätzte Fahrzeit liegt bei 4,6 Minuten, was einer Geschwindigkeit von sechs Metern in der Sekunde entsprechen würde.

Die Kabinengröße wird mit 32-37 Personen, mit ausreichend Platz für bis zu sechs Fahrräder, geschätzt. Man geht in der Stadt von einem hohen Interesse an der Bahn aus und vermutet die anfänglichen Passagierzahlen von 4.000 Personen täglich bis zum Jahr 2040 auf 10.000 Personen pro Tag steigern zu können.

Design

Das Design stammt vom UNStudio, welche die Vorzüge der Seilbahn auch optisch einfangen wollten. Schnell, grün und ein Symbol für die Vernetzung des öff entlichen Verkehrs soll mit dem Design der Anlage dargestellt werden. Außerdem sollte es sich gut in die bereits vorhandene Architektur anpassen und gleichzeitig bereits das Design von morgen wiederspiegeln. Die Anlage selbst wurde dynamisch designt, damit diese in der Zukunft, noch erweitert werden kann.

Bei der Planung wurde auch der Schiff sverkehr berücksichtigt. Damit dieser durch das neue Transportmittel nicht eingeschränkt wäre, wurden die Stützen in unterschiedlichen Höhen geplant. Diese reichen von 46 Metern, bis zur Höchsten Stütze in der Mitte, welche 136 Meter hoch ist. Auch bei den Stationen haben sich die Planer einiges überlegt, denn bei der Verwirklichung soll hier nicht nur ein Ab- und Ankunftsort entstanden sein, sondern ein besonderer Treff punkt für die beiden Nachbarschaften Amsterdam Nord und Amsterdam West.

die geplanten Stationen sind das ndSM Marine terminal im bezirk Amsterdam-nord, und das Minerhaven terminal, im bezirk Amsterdam-West.

 

Das UNStudio ist stolz auf das entstandene Konzept welches die, an das Projekt gestellten Anforde rungen gut erfüllt und sich trotzdem visuell in das Bild des UNESCo Weltkulturerbes integriert. Die Nachhaltigkeit einer Seilbahn passt perfekt zu den Wünschen der Niederländischen Bevölkerung. Es bildet eine Brücke zwischen Eff ektivität und Spaß und genau so etwas wünscht man sich in Amsterdam. tm