DAS MAGAZIN FÜR URBANE SEILBAHNEN

Kaohsiung / Chinese Taipei


4. Ecomobility World Festival
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Der Oktober steht in Kaohsiung im Zeichen der sanften Mobilität. Das EcoMobility World Festival wird einen Monat lang zeigen, wie es sein könnte, wenn Städte ihren Autoverkehr reduzieren. Ein viertägiger Kongress mit internationalen Teilnehmern soll zudem dafür sorgen, dass an gemeinsamen Lösungen für die Zukunft gearbeitet wird.

 

Hinter dem Festival bzw. Kongress steht ICLEI – ein einzigartiger weltweiter Verband von inzwischen über 1.500 aktiven Städten und Gemeinden, die sich der nachhaltigen Entwicklung verpflichtet haben. ICLEI arbeitet auf zwei Ebenen: Auf der globalen Bühne vertritt die Organisation die Kommunen auf UN-Konferenzen und in vielen internationalen Gremien.

 

Gleichzeitig engagiert sich ICLEI direkt vor Ort und begleitet Kommunen auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Austragungsort dieses Riesenspektakels ist Kaohsiung, eine Stadt im Südwesten von Taiwan mit knapp 2,8 Millionen Einwohnern und einem der 13 größten Häfen der Welt.

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Hier herrscht geschäftige Betriebsamkeit, auch auf den überfüllten Straßen, Verkehrschoas vom Feinsten bietet sich einem hier täglich. Erste Schritte, um von der Auto-Abhängigkeit wegzukommen, werden in der Metropole schon gemacht: So gibt es z.B. ein Rad-Verleih-System mit 159 Rad- Stationen und einem Radwegenetz mit insgesamt über 750 Kilometern.

 

Daneben stehen öffentliche Verkehrmittel wie die U-Bahn, Busse, Hochgeschwindigkeitszüge, Fähren, Solar- Boote und die neue Straßenbahn für die Einwohner zur Verfügung.

Man kann aber noch mehr machen, um die Stadt lebenswert, gesund und weniger gefährlich zu machen, da sind sich die Initiatoren des EcoMobility- Festivals sicher. Sanfte Mobilität soll einen Monat lang in der Stadt gemeinsam mit den Einwohnern vorgelebt und das Auto stehen gelassen werden.

Gemeinsam Lösungen finden


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Der Kongress vom 2. bis 4. Oktober 2017 steht unter dem Slogan „Lebenswert, Gemeinsam, Intelligent“. Was man darunter verstehen kann, erklärt Beatrice Shang von ICLEI: „Wir wünschen uns, dass die Städte für jeden frei zugänglich sind, begehbar, sicher, erschwinglich und menschenfreundlich. Das Verkehrssystem legt dazu den Grundstein.“ Erwartet werden rund 500 örtliche und internationale Teilnehmer, darunter Bürgermeister, Städteplaner, Verkehrsexperten, Repräsentanten aus dem Bankwesen, Forscher sowie hochrangige Politiker.

Auf dem Programm stehen Workshops, Präsentationen, Erfahrungsberichte und Diskussionen rund um das Thema Nachhaltige Urbane Mobilität. Ziel ist es, Transportlösungen für alle zu finden, die die Umwelt und die Luft schonen und somit das Leben nachhaltig verbessern. Das Festival, so Chang, ist quasi eine lebende Demonstration und soll aufrütteln bzw. anregen, dass jeder einzeln und alle gemeinsam einen Beitrag leisten kann.

 

Der alte Stadtteil von Kaohsiung, Hmasen, wird sich im Oktober in eine quirlige, aber autofreie Zone verwandeln, in der sich die Einwohner, aber auch Gäste, verschiedenste Fahrzeugtypen, wie Segways, Liegebikes, Scooters, Konferenz-Bikes, E-Cars, Handbikes, Rickshaws etc. ausprobieren können. bm